Die Ärmsten zahlen die Zeche – Kosten für Nahrungsmittelimporte auf Rekordniveau – Hunger nimmt zu

Die Zahl der Hungernden steigt.  Im Blick auf den Welternährungstag am 16. Oktober haben Vertreter des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ und der Menschen-rechtsorganisation FIAN am 5. Oktober in Berlin die Politik aufgefordert, endlich die lokale und nationale Nahrungs-mittelproduktion ganz oben auf die Agenda einer nachhaltigen Hungerbekämpfung zu setzen und so dem Menschenrecht auf Nahrung Geltung zu verschaffen.

Als Kernproblem bezeichnen die Organisationen die wachsende Abhängigkeit armer Länder von Nahrungsmittelimporten. Nach ihren Angaben haben sich die Kosten der weltweiten Nahrungsmittelimporte seit 2000 verdreifacht. Dies treffe die ärmsten Länder, die ohnehin am Tropf des Weltmarkts hängen, am härtesten, heißt es. Die Kosten der ärmsten Länder für Nahrungsmittelimporte stiegen gegenüber 2010 um 30 Prozent – Importkosten für Getreide in Afrika südlich der Sahara doppelt so stark.

Noch vor 30 Jahren waren die meisten Länder Selbstversorge. U. a. hat Exportdumping europäischer Agrarüberschüsse die lokale Nahrungsproduktion in vielen afrikanischen Ländern systematisch untergraben. „Die so geschaffene Abhängigkeit reißt nun die ärmsten in den Hunger“, betonte Ernährungsexperte Bernhard Walter von „Brot für die Welt“.

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